Wie die römischen haben auch die fränkischen Berichte über die Sachsen etwas von Frontmeldungen an sich. Man sah die Sachsen gleichsam auf sich zukommen, ohne ins Landesinnere blicken zu können. 531 sollen späteren sagenhaften Quellen zufolge die Sachsen König Theuderich I. dabei geholfen haben, die Thüringer zu besiegen. Als Dank hätten sie ihre Wohnsitze erhalten, die in diesem Fall wohl nicht im späteren Westfalen zu lokalisieren sind. Theuderichs Sohn Theudebert I. zählt sie jedenfalls zu den von ihm beherrschten Völkern.
Doch schon in der Mitte des Jahrhunderts kam es zu einigen bewaffneten Auseinandersetzungen, an deren Ende Chlothar I. den Sachsen einen jährlichen Tribut in Höhe von 500 Kühen auferlegte. 632/33 erließ Dagobert I. ihnen die jährliche Abgabe und verpflichtete sie im Gegenzug dazu, die fränkische Grenze gegen die Einfälle slawischer Wenden zu verteidigen.